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Infobroschüre Schulsanitätsdienst

Für interessierte Schulen und Lehrer gibt es hier unsere Infobroschüre zum Thema Schulsanitätsdienst zum Download (pdf-Format)
Schulsanitätsdienst

Warum Schulsanitätsdienst?

Im Bundesdurchschnitt erleidet jährlich etwa jeder elfte Schüler einen Schulunfall, der auf Grund seiner Schwere eine Arztkonsultation erforderlich macht und daher dem Unfallversicherungsträger gemeldet werden muss. Dies ergibt eine Gesamtsumme von etwa 1,5 Mio. Schulunfällen im Jahr (Quelle: Statistik-Info zum Schülerunfallgeschehen 2002, Bundesverband der Unfallkassen).

Die Zahl kleinerer Verletzungen liegt hingegen noch wesentlich höher. Die einfachste Möglichkeit, in einer solchen Situation die erforderliche, schnelle und richtige Erste Hilfe zu leisten, bietet ein Schulsanitätsdienst. Schulsanitäter übernehmen als ausgebildete und sachkundige Ersthelfer die Erstversorgung des Verletzten, alarmieren den Rettungsdienst bei schwerwiegenden Notfallsituationen und Lebensgefahr und organisieren die Betreuung in der Schule erkrankter Personen.

Durch die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst lernen die Schüler den verantwortlichen Umgang mit Sachwerten. Materialien, die sie für den Schulsanitätsdienst benötigen, haben einen hohen Wert und die Schüler behandeln diese pfleglich und verwalten sie eigenständig. Im Alltag werden Unfall- und Gefahrenquellen erkannt und können gezielt beseitigt werden. Der Schulsanitätsdienst wird dabei präventiv tätig und steigert die Sicherheit an der Schule.

Der Schulsanitätsdienst wirkt gewaltpräventiv. Schulsanitäter kennen durch ihr Tun die Folgen gewalttätiger Auseinandersetzungen und werden selber nicht zur Gewalttätigkeit neigen. Sie wirken damit als Vorbild auf ihre Mitschüler. Hemmschwellen z. B. gegenüber Kranken und Hilfsbedürftigen werden abgebaut, die mitwirkenden Schüler übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler und die Lehrer und erlernen somit Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Da der Schulsanitätsdienst jedem Schüler unabhängig von Hautfarbe, Herkunft, Alter oder Schulnoten offen steht, wird Integration geübt, werden Hemmschwellen abgebaut und wird Aufeinanderzugehen gefördert; das verbessert das soziale Klima der Schule nachhaltig. Durch den Schulsanitätsdienst wird bei den Schülern die Bereitschaft zum Helfen und Handeln als bedeutender Wert im gesellschaftlichen Miteinander vermittelt und dauerhaft gefördert.

Die Förderung des Schulsanitätsdienstes hat bei Eltern und der Öffentlichkeit eine positive Wirkung (Imageförderung). Die Schule ist nicht mehr nur Bildungsanstalt, sondern Vermittler von Werten, Sozialkompetenz und Engagement, sie vermittelt und fördert Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schüler. Die beteiligten Schüler identifizieren sich über den Schulsanitätsdienst mit der Schule und vertreten diese entsprechend nach außen.

Ausbildung der Schulsanitäter
Die Schüler werden zunächst durch die Malteser Neuss in Erster Hilfe und weiterführenden Lehrgängen zu Sanitätshelfern im Schulsanitätsdienst ausgebildet. Das Ausbildungsprogramm umfasst sowohl „klassische“ Erste Hilfe Maßnahmen als auch typische Schulunfälle und Bagatellbeschwerden (wie z. B. Kopf- oder Bauchschmerzen). Die Schulsanitäter werden regelmäßig fortgebildet, so gewährleisten wir Kontinuität im Schulsanitätsdienst und Betreuung der Schulsanitäter.

Aufwand
Zum Aufbau eines Schulsanitätsdienstes ist eine gute Zusammenarbeit und Arbeitsteilung zwischen Schule, Schülern und Maltesern/ Malteser Jugend notwendig. Gemeinsam werden die notwendigen Voraussetzungen für ein Gelingen des Projektes geschaffen und erhalten.

Die Malteser Neuss übernehmen die Ausbildung der Schüler in Erster Hilfe und weiterführenden Lehrgängen sowie die regelmäßige Fortbildung der Schulsanitäter und Reflexion der vorangegangenen Einsätze. Das Ausbildungsmaterial von den Maltesern leihweise zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch werden die Schulsanitäter in die Malteser Jugend/ die ehrenamtlichen Aufgabenbereiche der Malteser Neuss einbezogen.

Die Schulsanitäter erstellen selbstständig Einsatzpläne und führen ihre Einsätze sowie Sanitätsdienste bei Schulveranstaltungen selbstständig durch. Sie wählen einen Gruppensprecher als Vermittler zwischen den Schulsanitätern und dem Betreuungslehrer/ der Schulleitung. Die Schulsanitäter führen die Einsatzprotokolle und werten diese selbstständig aus. Sie pflegen das ihnen zur Verfügung gestellte Material.

Eine wichtige Voraussetzung zum Gelingen des Projektes ist die Bereitschaft der Lehrkräfte, Verantwortung an Schülerinnen und Schüler abzugeben und das Konzept sowohl ideell als auch sachlich zu unterstützen.

Desweiteren stellt die Schule Schulungsräume zur Ausbildung der Schulsanitäter, einen ständig zugänglichen Sanitätsraum und die Ausstattung zur Verfügung und vermittelt das Projekt an Lehrer, Schüler und Eltern.

Noch Fragen?
Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen zur Verfügung: ina.baaken@malteser-neuss.de.
Unsere Informationsbroschüre zum Schulsanitätsdienst können Sie hier herunterladen.